Tag 9 – Wir haben alles gesehen

Heute haben wir uns die zweite Seite des Strips etwas genauer angeschaut. Nachdem wir durch mehrere Casinos und Lobbys geschlendert sind, erlagen wir dem Scharm des m&m-Ladens. Großes Lob an die Marketingabteilung von m&m.

Allerdings mussten wir uns schon bald wieder auf die Beine machen, da wir am Vormittag Karten für die BLUE MAN GROUP ergattern konnten.

Auf dem Heimweg fragten wir uns: Warum schauen wir uns die Wassershow vor dem Bellagio nicht mal von unten an? Gesagt getan! Bei einem grandiosen Ambiente genossen wir die spektakuläre Darbietung, welche mit musikalischer Unterlegung noch atemberaubender ist.

Gespannt und voller Vorfreunde, auf die BLUE MAN GROUP, machten wir uns auf den Weg zum Venetian Resort. Auf unseren Plätzen, fanden wir wie angekündigt unsere schützenden Ponchos vor.

In den folgenden zweit Stunden wurde uns ein außergewöhnliches Programm aus Live Musik, Comedy und Farbspielen geboten. Die Herren in blau beschränkten sich jedoch nicht nur auf ihre Bühne, sondern nahmen auch den kompletten Zuschauerbereich ein. Von der Show immer noch total fasziniert trafen wir im Foyer auf unsere blauen Helden des Abends, aber seht doch einfach selbst:

Aus unserer Planung den Abend gemütlich in einer Bar ausklingen zu lassen wurde leider nichts. Stattdessen verschlug es uns in eine Freiluftdisko direkt am Strip. Dort bekamen wir ein neues Bild der amerikanischen Partyszene. Im Vergleich dazu bietet das Tanzhaus Alpenmax längere Röcke, biedere Gesellschaft und weniger Körperausdruckstanz. Nach dem fünften Nippel, siebten Höschen und dem millionsten unbedeckten Hintern haben wir aufgehört zu zählen. (Wir waren in einem normalen Club, KEIN Stripclub oder sonstigem Etablissement.) Am heutigen Tag haben wir wirklich alles gesehen. Um diese Menge an Eindrücken zu verarbeiten müssen wir erst einmal eine Nacht darüber schlafen. Manche Leute kommen mit Vegas einfach nicht klar!

Tag 12 – Auf Wiedersehen Las Vegas

Geplante Abfahrt Las Vegas: 09:00 Uhr
Tatsächliche Abfahrtszeit: 14:00 Uhr
Grund: Schlafmangel, Hamburger, Cola und Postkarten.

Nachdem wir unseren neuen Mietwagen in Empfang genommen hatten, stellten wir zu unserem Entsetzen fest, dass wir mit ihm ein paar Probleme haben werden. Uns stellte sich die Frage, wie wir mit diesem Auto nur die lange Strecke bis nach Los Angeles überstehen sollen ohne unsere Nerven zu verlieren.

  • Wie sollen wir unsere Koffer nur verstauen, ohne dass sie die ganze Zeit im Kofferraum hin und her rutschen?
  • Wie sollen wir nur einen geeigneten Parkplatz finden, ohne die Straße zu blockieren?
  • Wie sollen wir nur ein Parkhaus finden, in dem wir nicht stecken bleiben?
  • Wie sollen wir nur eine Tankstelle finden, die diese Unmengen an Benzin vorrätig hat?
  • Wie sollen wir in Spielstraßen nur langsam fahren, wenn wir die Temposchwellen im Boden einfach nicht spüren?
  • Wie sollen wir Ärger mit der Polizei vermeiden, wenn wir sie im Rückspiegel gar nicht sehen?
  • Wie sollen wir nur in den Hafen einfahren, obwohl wir doch gar kein Schiff sind?

Unser schwarzes Schlachtschiif misst nämlich stolze 1 Philipp-Höhe, 1 Julia-Kofferraumlänge, 1 Stefan-Fußhöhe-Radkasten-Reifen-Abstand und 1 Martina-Brücken-Einstiegshöhe. Kurzgesagt ein Chevrolet Suburban (8 Sitze, 3 davon in der ersten Reihe; 8 Zylinder; 140 Liter Tankinhalt, 20 Liter Durchschnittsverbrauch und einen Kofferraum in den fast eine Palette Bier passt).

Des Weiteren ergaben sich auf unseren Weg nach Los Angeles noch Hürden, für die unser Jumbo nichts konnte: An der Grenze nach Kalifornien wurden wir von einem netten Beamten in Gelb angehalten. Die Frage, ob wir Obst mit uns führen beantwortete Stefan als unser Fahrer selbstsicher mit einem „No!“ Keine halbe Minute später kommt von hinten der Kommentar: „Oh, wir haben ja doch Obst dabei, wer will 2 Äpfel, 2 Bananen und eine Kiwi?“
Übrigens: Die Tasche mit dem Obst lag mitten auf dem Rücksitz.
Übrigens: Wir haben uns davor informiert und wussten eigentlich bis vor Antritt unserer Fahrt, dass wir keine Früchte auf diesem Teil unserer Reise mit uns führen dürfen. Das haben wir wohl vergessen, sorry Kalifornien!

Während Stefan auf seiner Teilstrecke fast einschlief vor ewig langen geraden Straßen musste Philipp mit der Rushhour in Los Angeles klarkommen. Achtspurige Straßen, die sich in 3 Teile splitten und auf denen man von allen Seiten überholt und ausgebremst wird. Dennoch konnten wir nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel, nur um unser Gepäck schonmal auszuladen, unseren Jumbo unversehrt am Flughafen abgeben. Nach der teuersten Taxifahrt unseres bisherigen Lebens (Spenden jederzeit gern gesehen) sitzen wir nun unserem Hollywood Hotel. Da Stefans Geburtstag nun bald auch in den Staaten ankommt werden wir heute noch ein bisschen länger wach sein und seinen Ehrentag feiern. Happy Birthday!

Tag 27 – Home sweet home

Wer hat eigentlich an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon spät?

Unglaublich aber wahr, vier Wochen USA sind nun vorbei.

Aber von vorn:
Relativ pünktlich bestiegen wir unser Flugzeug, nachdem wir die 100 Meter lange Schlange vor den Sicherheitskontrollen dezent übersehen haben und einfach unserer Flugcrew folgten. Die Stewardessen hatten es den Mädels wiedermal angetan, die Jungs zeigten sich wenig begeistert. Als wir gegen den Jetlang anschliefen wurden wir unsanft von hysterischem Geschrei einer uns unbekannten Person geweckt. Über die Lautsprecherdurchsage erfuhren wir, dass ein Passagier in medizinischer Not ist und ein Arzt benötigt wird. Unser Flug konnte allerdings ohne Zwischenlandung beendet werden, jedoch stand der Notarzt schon am Gate bereit. Für uns war daran positiv, dass der Pilot aufs Gas drückte und wir 20 Minuten früher landeten.

Die Spannung stieg – werden wir die Zollkontrolle überstehen? Julia machte sich Gedanken über ihre Zukunft: „Oh mein Gott, ich will Lehrer werden. Ich kann mir keine Anzeige wegen Steuerhinterziehnung erlauben, wenn ich mal Beamte werden will.“ Dank unserer guten Vorbereitungen stand bei der Zollkontrolle aber niemand bereit, um uns zu kontrollieren.

Unser erste Weg in Deutschland führte uns zu McDonald´s um unser neues Lieblingsgetränk Frappé Moccha auch hier zu probieren – mit mäßigem Erfolg, in den Staaten schmeckt er deutlich besser.
Dort hielt es uns so lange bis der Laptop keinen Strom mehr hatte. Daraufhin zogen wir in die 1. Klasse Lounge der Deutschen Bahn um, echt bequem da: Freigetränke, Strom und kostenlose Zeitungen.

Aber auch im Zug kann man sich über den Service nicht beschweren. Wir sitzen in unserem eigenen Abteil, haben Internetzugang und bekommen kleine Aufmerksamkeiten des Zugpersonals: Ferrero Rocher.

 

Und nun ein riesengroßes und dickes Dankeschön an alle fleißigen Leser und Kommentatoren!! Ihr wart unsere Motivation, dass wir uns jeden Abend noch zusammen gesetzt und den Tag revue passieren lassen haben. Ganz egal, wie durchgeplant unser Tag war, checkten wir jeden Morgen als erstes unsere Kommentare! Wir haben uns wirklich über jeden einzelnen Beitrag und Besucher gefreut: Google-Analytics bot uns nämlich nicht nur die Möglichkeit die Anzahl der Besucher, sondern auch ihre Herkunft zu ermitteln. Vielen Dank, dass ihr soviel Interesse gezeigt habt und uns auf unserer Reise begleitet habt.

In diesem Sinne: Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage! :)

 

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